März, 2021

04Mär18:0020:30Endlich Vergessen!? Braucht es eigentlich noch Erinnerung!?

Veranstaltungs Details

Am 4. März 1933 kam es in einer Sondersitzung des Parlaments zu einem Abstimmungsfehler und dadurch zum Rücktritt der drei Nationalratspräsidenten. Damit war eine Situation entstanden, die in der österreichischen Bundesverfassung und in der Geschäftsordnung nicht vorgesehen war, das Parlament war nicht mehr beschlussfähig und ging auseinander. Diese Lage nutzte der damalige christlich soziale Bundeskanzler Engelbert Dollfuß, er verkündete die „Selbstausschaltung“ des Parlaments und regierte fortan per Notverordnung. Der Austrofaschismus war etabliert. Die Folgen daraus waren für die österreichische Bevölkerung in den kommenden Jahren fatal. Man erinnere sich unter anderem auch an die Kampfhandlungen des Februar 1934.

Wollen wir solche Ereignisse vergessen? Soll man die Vergangenheit ruhen lassen? Sind Slogans wie „Nie wieder!“, „Wehret den Anfängen!“ oder „Niemals vergessen!“ noch zeitgemäß? Oder kann man aus der Geschichte lernen?

Dazu ein paar Gedankenanstöße:

Ist Ungarn noch eine freie Demokratie? War es in den USA der eigene Präsident, der den Sturm aus Kapitol verursacht hat? Geht die österreichische Bundesregierung leichtfertig mit unseren in der Verfassung verankerten Grundrechten und unserer Rechtsstaatlichkeit um?

Weltweit sind gefestigte Demokratien in Gefahr!

Diese Geschehnisse erinnern an längst schon einmal Dagewesenes, jedoch nur wenn man die Geschichte kennt. Ist hier noch die „Wird schon nichts passieren-Haltung“ angebracht?

Erinnerungs- und Gedenkkultur ist ein praktikabler Umgang mit Geschichte. Daraus lernen, hinschauen, vergleichen, aufstehen und die Wiederholung von Fehlern verhindern.

Zum Thema diskutieren:
– Mag. Marcus Schober, Gemeinderat und Landtagsabgeordneter der Stadt Wien, Direktor der Wiener Bildungsakademie
– Robert Laimer, Abgeordneter zum Nationalrat und Bereichssprecher für Landesverteidigung
– Brigitte Bailer-Galanda, Sozialwissenschaftlerin und Historikerin, ehemals wissenschaftliche Leiterin des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW) und stellvertretende Vorsitzende der Historikerkommission der Republik Österreich Honorarprofessorin für Zeitgeschichte an der Universität Wien.

Im Anschluss an die Diskussion präsentieren wir den von der Wiener Bildungsakademie produzierten Kurzfilm “Februar 1934 – Demokratie Verteidigen”

 

Die Veranstaltung wird auf unseren Social Media Kanälen übertragen, eine Anmeldung ist nicht notwendig.

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Zeit

(Donnerstag) 18:00 - 20:30

Veranstaltungsort

Wiener Bildungszentrum

Praterstrasse 25

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