Inklusion und Barrierefreiheit an Hochschulen. Academic Ableism und der Weg zu einem inklusiven Hochschulzugang.
Eine inklusive Gesellschaft zeigt sich nicht nur im öffentlichen Raum, sondern auch in ihren Hörsälen. Der gleichberechtigte Zugang zu Bildung ist ein Menschenrecht – dennoch stoßen Studierende mit Behinderungen im Hochschulalltag auf zahlreiche Barrieren. Dazu zählen unzureichende Nachteilsausgleiche, fehlende digitale Zugänge, segregierende Raumstrukturen oder subtile Formen institutioneller Diskriminierung.
„Inklusion geht uns alle an. Nur wenn alle Perspektiven gehört werden, wird aus Chancengleichheit echte Teilhabe.“
Sabine Weiß und Michaela Joch, Vortragende.
An diesem Abend widmen wir uns der Frage, wie Inklusion an Hochschulen gelingen kann – und wo Strukturen, Haltungen und Rahmenbedingungen noch verändert werden müssen. Der thematische Schwerpunkt „Academic Ableism“ lenkt den Blick auf gesellschaftliche und institutionelle Ausschlüsse, die auch in formal barrierefreien Kontexten fortbestehen.
Michaela Joch eröffnet den Abend mit einem Input zu einem gemeinsamen Verständnis von Behinderung. Sie stellt unterschiedliche Perspektiven vor – das medizinische, das soziale und das menschenrechtliche Modell – und erläutert, was unter Ableismus zu verstehen ist. Dabei zeigt sie auf, warum Nachteilsausgleiche oft nicht ausreichen und wie Barrieren selbst in vermeintlich barrierefreien Umgebungen bestehen bleiben, etwa wenn Rollstuhlnutzer:innen isoliert sitzen müssen oder Online-Teilnahme nicht möglich ist.
Im Anschluss präsentiert Sabine Weiß ein aktuelles Forschungsprojekt zum Thema Hochschulen und Behinderung. Sie gibt Einblicke in Erfahrungen von Studierenden, die von Exklusion oder gelungener Inklusion berichten, und lädt zur gemeinsamen Reflexion über institutionelle Strukturen, Chancen und Herausforderungen inklusiver Hochschulbildung ein.
Der Ort der Veranstaltung wird noch bekannt gegeben.
Anmeldung per Mail an markytan@wiener-bildungsakademie.at
