Wir setzen unsere Bildungsarbeit für und mit Frauen konsequent fort – aufbauend auf dem erfolgreichen Frauenlehrgang der Wiener Bildungsakademie und getragen von der festen Überzeugung, dass Bildung, Selbstbestimmung und Solidarität untrennbar miteinander verbunden sind. Unsere Ausbildungen und Veranstaltungen richten sich vor allem an Frauen, die sich weiterentwickeln, vernetzen und gemeinsam mit anderen für eine gerechtere Gesellschaft eintreten wollen.

Ob in politischen Gremien, in der Bildungsarbeit, in der Gewerkschaft oder im Alltag – Frauen übernehmen Verantwortung, gestalten mit und setzen wichtige Impulse für sozialen Fortschritt. Mit unseren Angeboten schaffen wir Räume, in denen Frauen ihr Wissen vertiefen, neue Kompetenzen erwerben und ihre Erfahrungen einbringen können. Im Mittelpunkt stehen dabei Themen wie politische Kommunikation, strategisches Handeln, Selbstbewusstsein im öffentlichen Raum und der Umgang mit Macht und Einfluss – stets mit Blick auf gesellschaftliche Zusammenhänge und feministische Perspektiven.

Die enge Verbindung zwischen der sozialdemokratischen Bewegung, der politischen Bildung und der Frauenemanzipation prägt unser Verständnis von Weiterbildung: Wir wollen Frauen stärken, die ihre Stimme erheben, sich einmischen und für gleiche Rechte, soziale Gerechtigkeit und echte Teilhabe eintreten – laut, solidarisch und mit Haltung.

Alle, die bereits am Frauenlehrgang teilgenommen haben oder daran anknüpfen möchten, finden bei uns inhaltliche Vertiefungen, praxisnahe Formate und die Möglichkeit zum Austausch mit engagierten Mitstreiterinnen. Denn gemeinsam lernen heißt gemeinsam wachsen – für eine Demokratie, die alle mitdenkt.

 

Frauenmodul 2026

„Frauen bewegen die Zukunft – Feministische Perspektiven im Dialog“

Im Frauenmodul setzen wir uns im Frühjahr 2026 mit aktuellen feministischen und gesellschaftspolitischen Fragestellungen auseinander. Wir analysieren politische Gegenbewegungen, reflektieren historische Meilensteine der Frauenpolitik und diskutieren gegenwärtige Herausforderungen rund um Körperbilder, Medien und Generationendialoge. Ziel ist ein fundierter, solidarischer und zukunftsorientierter Austausch.


Information und Anmeldung: moser@wiener-bildungsakademie.at


Dienstag, 3. März 2026

Die Anti-Gleichberechtigungsbewegung in Europa

Ort: Karl-Renner-Institut, Karl-Popper-Straße 8, 1100 Wien
Zeit: 18:00–19:30 Uhr

Seit Jahren greifen transnational vernetzte Anti-Gender-Bewegungen die Rechte von Frauen, LGBTIQ*-Personen sowie zivilgesellschaftliche Errungenschaften an. Oligarch:innen, rechte Milliardär:innen, rechtkonservative und rechtsklerikale Organisationen sowie Vertreter:innen des europäischen Adels investieren erhebliche finanzielle Mittel, um gegen Gleichstellungspolitik, Schwangerschaftsabbruch, das Recht auf Scheidung oder Sexualpädagogik zu mobilisieren.

Der Experte auf diesem Gebiet, Neil Datta, beleuchtet aktuelle Entwicklungen und analysiert die Netzwerke sowie strategischen Vorgehensweisen hinter der Anti-Gleichstellungsbewegung. Gemeinsam mit politischen Entscheidungsträger:innen diskutiert er deren Einfluss auf europäische Demokratien.

Referent:innen:

  • Penny Bayr, Abgeordnete zum Nationalrat und Vorsitzende des Außenpolitischen Ausschusses (SPÖ), Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung des Europarates

  • Neil Datta, Geschäftsführender Direktor des Europäischen Parlamentarischen Forums für sexuelle und reproduktive Rechte (EPF)

Die Veranstaltungssprache ist Deutsch bzw. Englisch auf muttersprachlichem Niveau.
Eine gemeinsame Veranstaltung der Wiener Bildungsakademie und des Karl-Renner-Instituts.


Dienstag, 7. April 2026

50 Jahre UN-Dekade der Frau

Ort: Wiener Bildungsakademie, Praterstraße 25a, 1020 Wien
Zeit: 18:00–19:30 Uhr

In den 1970er Jahren gewann die internationale Frauenbewegung deutlich an politischer Bedeutung. 1975 rief die Generalversammlung der Vereinten Nationen das „Internationale Jahr der Frau“ aus und organisierte in Mexiko-Stadt die erste UN-Weltfrauenkonferenz. Gleichberechtigung, Entwicklung und Frieden standen im Zentrum der Debatten. Ein Weltaktionsplan zur Verbesserung der Stellung von Frauen wurde verabschiedet; die Jahre 1976 bis 1985 wurden zur „UN-Dekade der Frau“ erklärt.

Wir fragen: Welche Ziele wurden damals formuliert? Was konnte in Österreich umgesetzt werden? Warum gibt es heute keine vergleichbare internationale Dekade mehr – und welche Forderungen sind weiterhin aktuell?

Im Gespräch mit:

  • Gespräch mit: Ministerialrätin i.R. Dr.in Elfriede Fritz (Juristin, langjährige Vorsitzende der Arbeitsgruppe für Gleichbehandlungsfragen),

  • Dr.in Christine Stromberger (Psychologin, langjährige Mitarbeiterin von Frauenministerin Johanna Dohnal)

Dienstag, 21. April 2026

Schönheitsideale? Verzerrte Selbst- und Körperbilder

Ort: Wiener Bildungsakademie, Praterstraße 25a, 1020 Wien
Zeit: 18:00–19:30 Uhr

Körpernormen und Schönheitsideale setzen Menschen jeden Alters unter Druck. Selbstoptimierung wird zur gesellschaftlichen Erwartung, Abweichungen von vermeintlichen Normen führen zu Diskriminierung und stereotypen Zuschreibungen. Werbung und soziale Medien arbeiten zunehmend mit überzeichneten, KI-generierten Bildern; bereits Kinder werden mit Schönheitsprodukten konfrontiert. Filter und digitale Tools verändern das Selbstbild nachhaltig.

Wir diskutieren die Auswirkungen dieser Entwicklungen auf Identität, Selbstwert und gesellschaftliche Teilhabe. Welche Rolle spielen Medienkompetenz und Body-Positivity als Schutz- und Gegenstrategien? Wie kann ein kritischer Umgang mit digitalen Bildwelten gestärkt werden?

Im Gespräch mit:

  • Mag.a Alexandra Münch-Beurle, Büro für Frauengesundheit und Gesundheitsziele, Wiener Programm für Frauengesundheit (MA 24)

  • Dr.in Elisabeth Lechner, Kulturwissenschafterin, Universität Wien

  • Mag.a Rohrauer-Näf, MPH, Abteilungsleiterin des Kompetenzzentrums „Zukunft Gesundheitsförderung“ an der GÖG


Dienstag, 26. Mai 2026

Feministische Gegenwarts- und Generationengespräche

Ort: Wiener Bildungsakademie, Praterstraße 25a, 1020 Wien
Zeit: 18:00–19:30 Uhr

Mit diesem neuen Gesprächsformat schaffen wir Raum für einen generationenübergreifenden Dialog. Feministische Errungenschaften, aktuelle Herausforderungen und zukünftige Perspektiven werden aus unterschiedlichen politischen und biografischen Blickwinkeln beleuchtet. Ziel ist ein konstruktiver Austausch zwischen Frauen verschiedener Generationen.

Im Gespräch:

  • LAbg. GR.in Marina Hanke, BA, Vorsitzende der Wiener SPÖ Frauen

  • Mag.a Brigitte Ederer, Staatssekretärin a.D., NR.in a.D., Aufsichtsratspräsidentin

Informationen und Anmeldung: moser@wiener-bildungsakademie.at