Anny Wass: Kunst im Dialog mit Stadt, Wasser und Öffentlichkeit
Im Rahmen des Projekts Turning the Tide war die Künstlerin Anny Wass eine der ersten lokalen Positionen im Local Urban Lab I in Wien und markierte damit einen wichtigen Ausgangspunkt für die künstlerische Auseinandersetzung mit Wasser, urbanem Raum und gesellschaftlicher Teilhabe.
Zu Beginn der Local Urban Labs organisierte die Wiener Bildungsakademie gemeinsam mit Anny Wass und Paul Kitzmüller eine Exkursion durch die Seestadt Aspern. Begleitet wurde diese von Günther Laher (Stadt Wien) sowie Gabi Plank, Bezirksrätin, und interessierten Wiener:innen. Diese gemeinsame Begehung bildete einen wichtigen Ausgangspunkt für die künstlerischen Arbeiten, da sie einen direkten Zugang zum Stadtraum, zu seinen Strukturen und zu den wasserbezogenen Fragestellungen vor Ort ermöglichte.
Die Arbeit von Anny Wass entwickelte sich im Laufe des Frühjahrs und Sommers 2024 und fand ihren sichtbaren Ausdruck in der Seestadt Aspern, einem zentralen Schauplatz des Projekts in Wien. Ein wesentliches Ergebnis war das großformatige „Whale Mural“, das sich mit Wasser als Lebensraum und als ökologisch bedrohtem System auseinandersetzt.
Im Verlauf des Projekts wurde die Arbeit kontinuierlich weiterentwickelt und durch öffentliche Formate begleitet. Ein zentraler Moment war der Artist Talk am 4. Juli 2024, bei dem Anny Wass Einblicke in ihre künstlerische Praxis und die konzeptionellen Hintergründe ihres Projekts gab.
Das Whale Mural wurde zudem im Rahmen des International Lab in Wien präsentiert, wo die Ergebnisse der künstlerischen Arbeiten in einen internationalen Kontext gestellt wurden. Seit diesem Zeitpunkt ist das Werk dauerhaft im öffentlichen Raum der Seestadt sichtbar und zugänglich. Aktuell ist davon auszugehen, dass es bis mindestens Mitte 2030 vor Ort bestehen bleibt und somit langfristig Teil des urbanen Raums wird.
Ein weiterer wichtiger Moment war die Präsentation im Rahmen des Seestadtfests am 9. September 2024, bei dem die Arbeit einem breiteren Publikum zugänglich gemacht wurde.
Inhaltlich bewegt sich Anny Wass’ Arbeit an der Schnittstelle von Umweltbewusstsein, künstlerischer Intervention und öffentlichem Raum. Das Mural fungiert nicht nur als visuelles Statement, sondern als Einladung zur Auseinandersetzung mit Themen wie Biodiversität, Wasserökologie und menschlicher Verantwortung.
Aus Sicht der Wiener Bildungsakademie stellt die Arbeit von Anny Wass einen wichtigen Beitrag zur Verbindung von kultureller Bildung, ökologischer Fragestellung und gesellschaftlicher Teilhabe dar. Sie zeigt exemplarisch, wie Kunst im öffentlichen Raum Diskurse anstoßen, sichtbar machen und langfristig im Stadtraum verankern kann.
Anny Wass: Art in Dialogue with City, Water and Public Space
As part of the Turning the Tide project, artist Anny Wass was one of the first local participants in Local Urban Lab I in Vienna, marking an important starting point for the artistic exploration of water, urban space and social engagement.
At the beginning of the Local Urban Labs, the Vienna Education Academy organized a guided excursion through Seestadt Aspern together with Anny Wass and Paul Kitzmüller. The walk was accompanied by Günther Laher (City of Vienna), Gabi Plank, district councillor, and interested participants from Vienna. This shared exploration of the urban environment provided an essential starting point for the artistic projects, offering direct insights into the spatial and ecological context.
Her work developed throughout the spring and summer of 2024 and found its visible expression in Seestadt Aspern, one of the central locations of the project in Vienna. A key result was the large-scale “Whale Mural”, addressing water as a habitat and as an ecologically threatened system.
The project evolved continuously and was accompanied by public formats. An important moment was the Artist Talk on July 4, 2024, where Anny Wass shared insights into her artistic practice and conceptual approach.
The Whale Mural was also presented during the International Lab in Vienna, where the artistic results were embedded in an international context. Since then, the work has remained in public space in Seestadt Aspern and continues to be accessible. It is expected to remain there until at least mid-2026, functioning as a long-term element within the urban environment.
Another key moment was its presentation during the Seestadt Festival on September 9, 2024, where the work reached a broader public audience.
Conceptually, Anny Wass’ work operates at the intersection of environmental awareness, artistic intervention and public space. The mural is not only a visual statement but also an invitation to engage with questions of biodiversity, water ecology and human responsibility.
From the perspective of the Vienna Education Academy, her contribution represents an important link between cultural education, ecological awareness and public participation, demonstrating how art in public space can initiate, sustain and make discourse visible over time.
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